Am 30. Juni 2018 rief die Gemeinde Feldkirchen gemeinsam mit der Steiermärkischen Berg- und Naturwacht zum Feldzug gegen invasive Neophyten im Feldkirchner Auwald auf. Mit tatkräftiger Hilfe der BürgerInnen, darunter auch Aktive des Heimgartenvereins Feldkirchen, ging es vor allem dem drüsigen Springkraut an den Kragen.


 

 

Im grünen Klassenzimmer, das die Steiermärkische Berg- und Naturwacht mit diversen Schautafeln und einer kleinen Bibliothek eingerichtet hatte, erfuhren die TeilnehmerInnen zunächst die wichtigsten Informationen rund um die unbeliebten Einwanderer, die in den letzten Jahren aufgrund verschiedenster Einflüsse wie Klimaerwärmung oder Globalisierung bei uns überhand nehmen. Bei den invasiven Neophyten geht es in erster Linie um Pflanzen, die aus anderen Regionen der Erde eingeschleppt wurden, sehr stark wuchern und nun die heimischen Pflanzen verdrängen. Dabei sind einige von ihnen zudem gefährlich für die Gesundheit.

Im Biotop in Feldkirchen ist inzwischen vor allem das drüsige Springkraut (Impatiens glandulifera) sehr weit verbreitet. Optimalerweise ist es vor der Blüte zu entfernen. Es ist vergleichsweise leicht auszureißen und wird dann ohne Bodenkontakt, so dass es nicht wieder anwurzeln kann, aufgehäuft und trocknen gelassen. Danach kann es problemlos entsorgt werden. Dieser Vorgang muss zirka drei Wochen später noch einmal wiederholt werden, um zu verhindern, dass wieder neue Pflanzen aufgehen.

Die AktivbürgerInnen häuften recht schnell eine große Menge der Pflanzen auf und befreiten so einen Teil des Biotops davon, das gerne von MurradlerInnen als idyllischer Pausenplatz genutzt wird.

Die Steiermärkische Berg- und Naturwacht informiert laufend in Schulen und Gemeinden über Gefahren der invasiven Neophyten und Gegenmaßnahmen, die jede/r einzelne von uns ganz einfach in Eigenregie durchführen kann. Details unter: http://bergundnaturwacht.at

Es ist zu wünschen, dass noch mehr Menschen sich über die Problematik informieren und sowohl auf ihrem eigenen Grundstück, wie auch im öffentlichen Raum für die Bekämpfung von invasive Neophyten einsetzen.