Hollersaftproduktion mit Tamara und KimHollersaft ist vor allem im Sommer ein beliebtes Erfrischungsgetränk bei Jung und Alt.

Hollersaft selber machen ist kinderleicht und schmeckt so natürlich viel besser als gekauft. Jetzt ist die richtige Zeit dafür. Herr und Frau Hafner aus Riegersburg haben uns ihr Rezept verraten.

Der Holler steht derzeit in voller Blüte. Entlang des Murradwegs sind noch genug Büsche zu finden, die nicht ganz so dem Autoverkehr ausgesetzt sind. Am besten brockt man die Blüten in aller Frühe, dann wird der Saft umso aromatischer. Für Leute, die das vielleicht nicht schaffen, ist aber natürlich auch jede andere Tageszeit möglich.

 

Der Hollersaft, den die Hafners machen, enthält weit weniger Zucker als der sonst übliche Hollersirup. Er hält durch Erhitzen vor der Abfüllung aber genau so gut, ist weniger süß und aromatischer.

 

Die Hafners setzen immer gleich 20 l in einer Waschschüssel an. Ich verteile das lieber auf handlichere kleinere Schüsseln. Für den anschließenden Hitzeschritt verwende ich einen 5l-Topf aus Edelstahl.

 

Vielleicht findet man noch fleißige HelferInnen, wie in meinem Fall seinerzeit mein Patenkind Kim und ihre Freundin Tamara (s. Foto) und schon kann's losgehen.

 

Zutaten

30 - 35 Holunderblüten
3 l Wasser
150 ml Zitronensaft (oder 2 Bio-Zitronen)
1 Bio Orange
30 g Zitronensäure
0,75 Kg feiner Kristallzucker

 

HollerUnd so gehts

1. Die Hollerblüten von Insekten befreien, aber nicht waschen. Grobe Stängel entfernen, die Orangen (evtl. auch Zitronen) in Scheiben schneiden. Zitronensaft mit Zitronensäure, Zucker und Wasser verrühren. Holunderblüten und Orangenscheiben (evtl. Zitronenscheiben) hinein geben. Etwa 48 Stunden durchziehen lassen. Bei sehr warmem Wetter evtl. schon nach 24 Stunden abfüllen, sonst besteht die Gefahr des Schimmelns.

2. Die Flüssigkeit abseihen und kurz auf 80 ̊C erhitzen (nicht kochen!), in Flaschen füllen und gekühlt lagern.

 

Je nach Verfügbarkeit der Zutaten kann man den Saft auch abwandeln. Eine besondere Note geben beispielsweise Limetten. Leider sind hier Biofrüchte kaum zu bekommen. Man kann sich auch statt der ganzen Früchte natürlich auch deren Saft verwenden, vor allem wenn es bereits sehr warm ist, da dann der Ansatz sonst schnell schlecht werden kann.

 

Achtung: Es sollten am besten Biofrüchte, jedenfalls aber unbehandelte Zitronen, Orangen oder Limetten für die Hollersaftproduktion verwendet werden, da sonst giftige Pflanzenschutzmittel in den Saft gelangen!

 

Viel Spaß beim Ausprobieren und Genießen!

 

Heidi Schmitt